8 mai 1945. Tag der Befreiung?

Der 8. Mai 1945 - 2008

“Deutschland wird nicht besetzt zum Zweck der Befreiung, sondern als besiegte Nation.“

aus Direktive “JCS 1067″ des alliierte Oberkommandos vom 14. Mai 1945

 

Der 8. Mai 1945 ist auch nach 63 Jahren ein Meilenstein in der deutschen Geschichte. An diesem Tage kapitulierte die deutsche Wehrmacht – nicht das Deutsche Reich. Die Alliierten von damals ließen keinen Zweifel an ihren Plänen mit Deutschland. Unumwunden gaben sie zu, daß sie nicht zur Befreiung Deutschlands, sondern zur Besetzung und dauernden Unterdrückung auf deutschem Boden ständen. Die offiziellen Kampfhandlungen endeten am 8. Mai 1945, weil Stalin, Roosevelt und Churchill seit 1943 jede Art von Verhandlungen über einen Waffenstillstand ablehnen und Deutschland bis zur „bedingungslosen Unterwerfung“ niederkämpfen wollen. Da seit 1941 Pläne zur Vernichtung des deutschen Volkes verbreitet werden, sehen viele Deutsche sich gezwungen, bis zum letzten zu kämpfen. – Der 8. Mai bedeutet nicht das Ende der Feindseligkeiten. Nur die deutsche Seite legt die Waffen nieder, die andere Seite setzt ihre Eroberung mit uneingeschränkter Gewalt fort.

 

 

Für uns Deutsche bedeutete die Einstellung der Kampfhandlungen:

12 Millionen deutsche Männer, vom Knaben bis zum Greis, sind vom 8. Mai an fremder Willkür gnadenlos ausgeliefert. Von den Rheinwiesen-Lagern der Amerikaner bis in die Wälder Sibiriens erstreckt sich das große Sterben. Sind im Kriege von 1939 bis 1945 etwa 3 Millionen deutsche Soldaten gefallen, so kommen in der Gefangenschaft nach vorsichtigen Schätzungen nochmals etwa 3,2 Millionen um. Mehr als 6 Millionen deutsche Soldaten sterben, davon über die Hälfte nach der Einstellung der Kampfhandlungen. Der 8. Mai 1945 ist der Tag, an dem sie dem Tod ausgeliefert wurden.

 

Auch Millionen Von Frauen und Mädchen werden zu Gefangenen, werden verschleppt, vergewaltigt, getötet. Eine ganze Nation geht in die Gefangenschaft. Deutschland gleicht einem riesigen Gefangenen-Lager, die Deutschen sind rechtlos und vogelfrei. Sie werden von Haus und Hof vertrieben, bis aufs Hemd ausgeraubt, wie Vieh verfrachtet, als Sklavenarbeiter mißhandelt, durch Hunger und Gewalt dezimiert, durch eine entfesselte Soldateska zu Tode gequält. Für die deutschen, die diese Zeit miterlebt haben, ist die Zeit nach dem 8. Mai 1945 die dunkelste Zeit ihrer Geschichte.

 

Nach der Entmündigung der Deutschen übernehmen die Besatzer den Wiederaufbau des Staates nach ihren Plänen. Nur wer sich dem Willen der Besatzer beugt, erhält die Lizenz zum öffentlichen Auftritt. Parteien werden gegründet, Wahlen werden abgehalten und Deutsche dürfen sich im Gefängnis nützlich machen und bei der Bewachung helfen. Deutsche Politiker erhalten die „Frankfurter Dokumente“ mit der Anweisung, danach eine Verfassung zu machen. Sie weigern sich zunächst, schaffen aber dann im stummen Protest ein „Grundgesetz für die BRD. Dieses Grundgesetz wird am 8. Mai 1949 verabschiedet und danach den Militär-Machthabern zur Genehmigung vorgelegt. Im Artikel 139 wird bestimmt: „Die zur Befreiung des deutschen Volkes“ von den Alliierten 1945-1949 erlassene Rechtsvorschriften werden von diesem Grundgesetz nicht berührt. So erinnert der 8. Mai bis heute an die Relikte unserer Gefangenschaft.

 

Quelle: http://www.8mailuege.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2&Itemid=9

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